Darum geht die Debatte


Verbote!
Ich frage mich warum sich volljährige Bürger die im Besitze ihrer geistigen Fähigkeiten sind, sich vorschreiben lassen, wie sie ihr Leben leben.
Sind wir denn nicht intelligent genug zu entscheiden was für uns gut ist, anscheinend nicht. Ok ich gebe zu, Rauchen ist sicher schädlich, gut wir verbieten alles was schädlich ist.
Also ihr lieben Nichtraucher ich wohne an einer sehr stark befahrenen Hauptstrasse ich möchte die Autos verbieten.(weil gesundheitsgefährdend)
Jetzt sagt mir nicht warum wohnst du denn da? Ich habe wie ihr die Möglichkeit selbst zu wählen .. wenns mich stört ziehe ich weg (wenn euch das Rauchen stört geht nicht rein).
Hört doch auf mit der Bevormundung und der Lüge dass die Nichtraucher die Lokale stürmen wenn nicht mehr geraucht wird.
Bei uns im Dorf dürfen manche Lokale noch rauchen, die Nichtraucherlokale sind leer!!!!! Wo sind denn die lieben Nichtraucher ... ich sags euch : BEI MIR IN DER RAUCHERBEIZ!!!! Sind aber max. 5% Nichtraucher! Wo sind denn die restlichen 95% Nichtraucher ? Nicht in der Nichtraucherbeiz... schätze mal am Autofahren!
Ich bin überzeugt wenn Euch (Nichtraucher) das Autofahren verboten würde könntet ihr verstehen worum es uns Rauchern geht, um die Freiheit selber entscheiden zu können.


Debatte http://verbote.politnetz.ch
Geschrieben 21. September 20:36, Claudia Donadeo
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Da meine Grosseltern ein Arbeiterrestaurant besitzen, bin ich fast tagtäglich mit diesem Thema konfrontiert. Ich finde ich es wirklich eine Frechheit, dass ein Wirt nicht selber entscheiden darf, was in seiner Beiz vorgeht!
Schon alleine dadurch, dass die Leute sich nicht mehr getrauen gross ein Feierabend Bier, oder zu einem Nachtessen ein Gläschen Wein zu trinken, haben viele Wirte am Umsatz verloren, wenn das Rauchverbot überall durchkommt, und konsequent durchgesetzt wird, werden viele Gaststätten weitere Gäste verlieren...
Und wieviele Restaurants sind heute schon Konkurs oder das Gebäude steht sogar leer???
7 Kommentare
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Schwarzmalerei. Auch Wirte können sich neuen Marktbedingungen anpassen. Dass Restaurants eingehen, liegt wohl weniger am Rauchverbot denn am Überangebot.

Ich gebe aber zu: Dass Wirte nicht selbst entscheiden können, ein Raucherrestaurant einzurichten, ist doch etwas bevormundend. Damit bin auch ich (Nichtraucher) nicht glücklich.
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 3. Mai 2010 Verstoss melden
"Etwas bevormundend", Bruno Habegger? Das ist ein Skandal. Dass ein Verbot von Raucherrestaurants überhaupt gesetzlich binden werden konnte kann einfach nicht sein. Dass hierzu der Arbeitnehmerschutz bemüht und missbraucht werden musste ist ein weiterer Skandal, denn so kann keine vernünftige Lösung mehr möglich sein. Aber das wird nicht halten, der Bogen wurde überspannt, an vielen Orten wird weitergeraucht, der zivile Ungehorsam ist unterwegs und zur Zeit das adäquate Mittel gegen diese Anmassung des Staates.
Christof Litz 6. Mai 2010 Verstoss melden
Na ja, die Rauchenden sind an der Situation selbst nicht ganz unschuldig. Sie haben den Bogen ebenfalls überspannt... In den letzten Jahren sind sie gegenüber den Nichtrauchenden immer rücksichtsloser geworden. Viele Wirte haben sich auch nicht darum gekümmert, sinnvolle Entlüftungsanlagen einzubauen.

Fazit: Ist schon gut so, wie es jetzt ist. Die einzige Verbesserung wäre noch, indem man reine Raucherrestaurants erlauben würde. Diese müssten allerdings klar gekennzeichnet werden. Nichtrauchende wären dann selbst schuld, wenn sie da rein gehen.

P.S. Aus dem Rauchen eine Staatsaffäre zu machen, ist angesichts der wirklichen Probleme auf dieser Welt schon etwas seltsam.
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 7. Mai 2010 Verstoss melden
Das Rauchen schadet den Wirten (und allen Arbeitskräften im Betrieb) auch.

Roche lässt ihre Angestellten auch nicht ohne Schutzmaske arbeiten.

Ausserdem:
Es sind nur Wirte betroffen, die Schnitzel und Pommes im Hinterland anbieten (im Glauben es sei alte Schweizer Küche) und ihr Konzept auf rauchende Gäste ausrichten. Diese sind sowieso zum Scheitern verurteilt.

Heutzutage floriert Gesundheit und Originalität.
Frank Imhof - Grüne 7. Mai 2010 Verstoss melden
HAARGENAU SO sehe ich das auch !

Bei aller Sympathie für unsere Stammbeiz und den Wirt....

Meine Freunde und ich sind auf der Suche nach einem geeigneten

Clublokal.... wo wir in Ruhe Match gucken können... Rauchen ...

und Polizeistunde gibts auch keine...

...mal abwarten....

... zu welchen Konditionen man ein kleines Bezli das dem Verbot zum Opfer

gefallen ist ....wird als Clubraum anmieten können....

und wenn das nicht geht.... stellen wir ein paar leere Fässer in die Garage ...

legen eine Schaltafel drüber holen eine Kiste Bier....

und fertig ist die Underground-bar....

Die einzig Leidtragenden von dem Verbot sind die Leute die Gastronomie

arbeiten... denn es gibt nun mal mehr Leute die Bier trinken und rauchen

wollen als Xundis... die Ihren grossen Sieg mit einem Tofu-teller feiern wollen

Schneider O - Parteilos 8. Mai 2010 Verstoss melden
@Jessica Sumi:
... und jetzt müssen sich Ihre Grosseltern einer neuen Marktgegebenheit anpassen? Wenn es Geschäftsleute sind können sie dies ohne zu jammern. Wenn sie es nicht können, sollten sie keine Geschäftsleute sein. So einfach ist das!
Genau wie bei den Bauern und den Milchkontingenten. Wenn der Markt ändert jemmern genau all jene, die nicht fähig oder willens sind sich neu auszurichten.

Soit dit en passant:
All jene die früh einen neuen, gut überlegten Kurs einschlagen machen Geld wie blöd!
Bei den Bauern und bei den Wirten ebenso!

Point final!
Roger M Mellert - BDP 9. Mai 2010 Verstoss melden
@Schneider O

Ich rege mich langsam über ihre Uneinsicht, Ignorranz und Arroganz auf.
Undergroundbar... Machen Sie dies unbedingt. Da interessiert es niemanden was und ob sie rauchen.

Aber stellen Sie nicht alle Nichtraucher als Xundis hin.
Ich esse z.B. kein Tofu. Ich esse auch Fleisch und Schockolade.
Ich geniesse Dürum und Tropple Whooper! Trotzdem schaue ich auf meine Gesundheit und gehe jeden Tag joggen. Mein (Winter)-Beruf verlangt dies.
Bin ich deswegen ein Gesundheitsfanatiker? Eher nein, es ist eben wahr, dass man sich besser fühlt wenn man in der Stadt Bern einem abfahrenden Tram, welches man unbedingt erwischen muss, nachrennen kann bis zur nächsten Haltestelle ohne gleich K.O. zu sein.
Oder dass man im Parterre eines Hochhauses nicht auf den ewig besetzten Lift waren muss, sondern problemlos 10-20 Stockwerke zu Fuss nach oben kommt ohne "Seichnass" zu sein... Überlegen Sie doch auch mal in diese Richtung! Viel Erfolg dabei.
Roger M Mellert - BDP 9. Mai 2010 Verstoss melden
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In einem gut belüfteten Raum kann man Rauchen ohne das es die Nichtraucher stört. Ich habe schon erlebt dass ich an einem Ort auf einmal zur erkannte, dass die Leute rauchten und mir das olfaktorisch gar nicht aufgefallen war. Die Betriebe sollten dazu verpflichtet werden, den Teil des Raumes in dem Rauchen erlaubt ist mit entsprechender Lüftung aus zu statten.

Die Kosten würden kleiner als wenn ein extra Raum, ein Fumoir, eingerichtet werden muss. Die Gäste könnten trotzdem bedient werden und andere teilweise unangenehme Gerüche werden gleich auch abgesogen.
1 Kommentar
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Das ist sehr wahrscheinlich der beste Vorschlag hier weit und breit. So können Raucher und Nichtraucher sogar miteinander sprechen, ist das nicht toll?
Christof Litz 6. Mai 2010 Verstoss melden
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Angestellte im Gastrobereich haben entgegen anders lautenden Behauptungen keine Wahlfreiheit. In diesem Lohnsegment und in Anbetracht der Arbeitslosigkeit können sie nicht auf eine Anstellung verzichten, selbst wenn sie unter dem Rauch leiden und ein wesentlich höheres Erkrankungsrisiko tragen. Die von einigen Erzliberalen hochgejubelte Freiheit der Selbstbestimmung erweist sich als Akt der Rücksichtslosigkeit.
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Es werden aber auch Familienbetriebe betroffen sein, die keine Angestellten haben. Naja.. wenn das Ganze in allen Kantonen durch ist wird es sowieso keine Angestellten mehr brauchen, weil es keine Gäste mehr hat. Siehe Deutschland. Dort hat jeder 2.te Gastrobetrieb geschlossen, und der Rest kriecht auf dem Zahnfleisch.
Norbert Stastny 2. Mai 2010 Verstoss melden
In der Politik ist es nicht unüblich, einfach jenes Argument zu bemühen, von welchem man denkt, dass es am meisten Wirkung hat. Darum die Überbetonung des Arbeitnehmerschutzes.
Der Polizist auf der Strassenkreuzung, der den ganzen Tag im Auspuffnebel verbringt müsste somit auch verboten werden.
Es gibt Restaurants, wo alle Angestellten rauchen, wenn so ein Betrieb eine Raucherbeiz sein möchte, warum zum Teufel soll das nicht möglich sein!
Alle Arbeitsplätze per Gesetz Rauchfrei? Schaut mal in Kantinen von Schauspielern und Musikern nach, da wird munter weitergeraucht, diese werden nun in die Illegalität gedrängt. Das wird nicht lange halten.
Der Bogen wurde überspannt, der zivile Ungehorsam ist unterwegs.
Christof Litz 6. Mai 2010 Verstoss melden
*Ein Rauchverbot in Gastrobetrieben ist ein Zeichen der Solidarität gegenüber ArbeitnehmerInnen. *

...im Prinzip.... JA

...wenn ich bloss eine einzige Serviertocher kennen würde....

die selbst nicht raucht ... ;-)

Schneider O - Parteilos 8. Mai 2010 Verstoss melden
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Die wichtigsten Bestimmungen sind:

Das Fumoir darf nicht mehr als einen Drittel der Bodenfläche aufweisen.

Ausserhalb der Fumoirs ist das Rauchen nicht mehr gestattet. Dies gilt auch für Treppen und Gänge sowie die WC Anlagen. Keinen Einschränkungen unterliegt das Rauchen im Freien.

Der Schutz vor Passivrauchen ist in allen Betrieben zu gewährleisten, auch in Vereinslokalen und bei Festwirtschaften. Im Gastgewerbe ist ein Fumoir in der Regel auf 60 m2 begrenzt. Den Vorschriften für alle Ausschankräume entsprechend, muss bei Ausbauten eine mechanische Lüftung mit Zu- und Abluft eingebaut werden.

Im Fumoir dürfen keine Leistungen angeboten werden, die im übrigen Betrieb nicht erhältlich sind. Dies gilt während den ganzen Öffnungszeiten und schliesst aus, nur im Fumoir zu bedienen.

Im Gastgewerbe darf die Gaststube nicht das Fumoir sein. Im Fumoir sind weder Bar noch Buffet zugelassen. Bei bestehenden Räumen müssen sie nicht zurückgebaut, aber definitiv ausser Betrieb genommen werden.
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ich hätte da noch eine Idee, Zwiebelesser in Zukunft in ein Zwiblieur zu verfrachten, Knoblauchesser in ein Knobliatorium, Käseesser in ein Laktoarium ... und Fleischesser in ein Anti-Vegetarium und alle Kaffee trinkenden eine Kaffeteria ... somit könnte unsere Produktivität immens gesteigert werden .. Und wieso schicken wir nicht die Biertrinker in ein Alkoholarium? Was ist nur los mit dieser Welt??
Norbert Stastny 2. Mai 2010 Verstoss melden
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Die Lungenliga hat geschrieben, Passivrauchen sei gefährlicher als Rauchen. Sooo gefährlich ist Passivrauchen, da verstehe ich schon, dass Sie es mit der Angst zu tun bekommen. Wenn sie das weiterdenken, dann erschrecken Sie, denn wenn Passivrauchen gefährlicher ist als Rauchen, dann ist Nichtrauchen sogar noch gefährlicher als Passivrauchen.
Halten Sie mich für einen Ignoranten, aber ich schätzte, dass die "Gefahren" vom Passivrauchen massiv übertrieben werden. Eine tüchtige Lüftung in einem Restaurant, und Raucher und Nichtraucher vertragen sich und könnten dort sogar mit einander sprechen.
Das Totalverbot in öffentlichen Räumen wird nicht Bestand haben, der Bogen wurde damit überspannt, der zivile Ungehorsam ist schon unterwegs und wird nicht aufzuhalten sein.
Christof Litz 6. Mai 2010 Verstoss melden
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Dank dem Rauchverbot gehen meine Familie wieder regelmässig im Restaurant essen. Früher haben wir häufig schon an der Türe kehrt gemacht.
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Nicht grundsätzlich. Kinder von Rauchern leiden unter Rauchverboten.
Es gibt zahlreiche empirische Studien, die gezeigt haben, dass Rauchverbote am Arbeitsplatz und anderen öffentlichen Orten auch dazu führen, dass Raucher vermehrt zu Hause rauchen.

Zum Beispiel:
ADDA, J., and F. CORNAGLIA (2006): "The Effect of Taxes and Bans on Passive Smoking," IZA Discussion Paper No. 2191. ANGELETOS, G.-

Mit Daten zur Kotinin Konzentration (einem Metabolit von Nikotin) zeigen sie zum Beispiel, dass Kinder von Rauchern vermehrt Rauch ausgesetzt werden, wenn Rauchverbote eingeführt werden.
Nathan W 3. Mai 2010 Verstoss melden
*Früher haben wir häufig schon an der Türe kehrt gemacht. *

Das wird Ihnen noch ofters blühen.... wenn die Beiz schliessen musste...
Schneider O - Parteilos 9. Mai 2010 Verstoss melden
Das ganze Papier von Adda und Cornaglia:
http://ftp.iza.org/dp2191.pdf

@Nathan W: Eine sehr kurze und leicht zurecht gebogene Synthese des doch recht umfangreichen Papiers. Erwarten Sie nicht, dass die Menschheit nun spezielle Lobby-Gruppen für Raucher-Kinder bildet (allenfalls die Tabak-Indsutrie, um die nächste Kundengeneration zu sichern), wenn Raucher so uneinsichtig sind, dass sie selbst die eigenen Kinder nicht verschonen. Es gibt ja immer noch Balkone und Terrassen und Waldspaziergänge, wo einerseits die Umwandlung der Raucherabgase direkt an der Quelle erfolgen kann, andrerseits aber auch empirisch die Waldbrandgefahr leider erhöht wird. Jeder Zigarettenstummel ist ein potentieller Waldbrandherd.

Darf ich Ihre Logik interpretieren? - Je mehr Raucher überall rauchen, um so kleiner die schädlichen Effekte, da sie von der ganzen Bevölkerung in kleinern Dosen getragen werden. Frei nach: Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Thomas Kalau - Präsident glp Oberaargau, GLP 10. Mai 2010 Verstoss melden
@Thomas Kalau

Ich habe nur auf eine wissenschaftliche Arbeit verwiesen.
Zurechtgebogen ist da gar nichts.
Ihre Interpretation "meiner Logik" ist nur völlig falsch.
Ich bin nur nicht einverstanden mit der Aussage, das Rauchverbote familienfreundlich seien. So grundsätzlich formuliert, ist das falsch.

Meiner Meinung nach stimmt das nur für Familien mit Eltern, die nicht rauchen und für die Rauch ein Grund ist nicht in ein Restaurant zu gehen.

Aber ich gebe Ihnen gerne eine alternative Interpretation, was man meiner Meinung nach von dieser Studie mitnehmen kann.
Nämlich, dass Regulierungen, wie Rauchverbote, AUCH unbeabsichtigte Auswirkungen haben.

Eine Erhöhung von Zigarettenpreisen, hat beispielsweise nicht den Nebeneffekt, das vermehrt zu Hause geraucht wird.
(extrem hohe Zigarettenpreise würden dafür z.B. einen Anreiz für Schmuggel geben)

Das heisst nicht, dass es falsch oder schlecht ist zu regulieren. Aber man muss sich gut überlegen, was und wie man reguliert.
Nathan W 10. Mai 2010 Verstoss melden
Hallo Nathan W. Absolut einverstanden mit Ihren zusätzlichen Erklärungen. "Rauchen ist familienfreundlich" ist i.O. wenn's um Nichtraucherfamilien und Restaurant-Besuche geht (zähle mich und meine Familie auch zu dieser Gruppe), bzw. für diejenigen Raucher, die sich aufgrund des Rauchverbots eventuell "entwöhnen". Ihr ursprünglicher Einwand, dass nach Rauchverbot Kinder von Rauchern vermehrt Rauch ausgesetzt werden, beleuchtet aber genauso nur einen Teilaspekt des Themas. In dem Sinn relativiert Ihre obige Bemerkung beide Standpunkte.

Das Papier von Adda und Cornaglia ist sehr emfpehlenswerte Lektüre zum Thema, das nicht den einen oder anderen Standpunkt bevorzugt, sondern neutral über die Folgen eines Rauchverbots informiert.
Thomas Kalau - Präsident glp Oberaargau, GLP 11. Mai 2010 Verstoss melden
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Der Vorschlag: Wirte, die willig sind Geld für eine starke Lüftung auszugeben, können dies tun. Die Grenzwerte werden in diesen Lokalen regelmässig gemessen (ev. ähnlich den Schallpegelmessgeräten in Musik-Clubs). Alle anderen Lokale sind rauchfrei.
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Super! Das finde ich ein ganz tolles Argument. Ich würde das sogar noch ausweiten. Pädophile sollten auch straffrei ausgehen, solange sie das auf privatem Besitz machen. Und wenn ich meine Frau umbringe, geht das niemanden etwas an, wenn ich es in meinen privaten vier Wänden mache.

Sorry, aber so etwas Blödes habe ich noch nie gehört. Die private Freiheit hört dort auf, wo die Freiheit des andern beginnt. Ich fahre doch auch nicht mit 100 Sachen innerorts, nur weil die Geschwindigkeitsbegrenzung meine persönliche Freiheit einschränkt. Meine Vernunft sagt mir, dass ich damit andere gefährde. Wenn Süchtige diese Vernunft nicht mehr aufbringen und damit andere gefährden (und dabei nota bene durch ungedeckte Gesundheitskosten noch die Volkswirtschaft belasten), dann mus man ihnen das halt verbieten. Ich rauche auch hin und wieder eine und das schon seit Jahren, aber es war für mich immer klar, dass ich das nicht in geschlossenen Räumen mache, wo es Nichtraucher drin hat.
Hannes Zaugg-Graf - Grossrat Kanton Bern, SP 17. Februar 2010 Verstoss melden
Vielleicht gehört, genau so, wie ein Fussgänger nichts auf der Autobahn verloren hat, ein Nichtraucher einfach nicht in eine Raucher-Bar...
Stefan Ott - Piraten 18. Februar 2010 Verstoss melden
Ein Nichtraucher wird auch nicht freiwillig in ein Fumoir gehen. Zudem habe ich als Fussgänger wesentlich attraktivere Alternativen als Autobahnen. Die Nichtraucher waren aber als Mehrheit der Bevölkerung gezwungen, sich dem Diktat der stinkenden Minderheit zu unterwerfen. Das es nun stimmt, hat eben auch mit Demokratie zu tun.
Hannes Zaugg-Graf - Grossrat Kanton Bern, SP 18. Februar 2010 Verstoss melden
Was ist mit den Lokalen welche nicht dem Beizer gehören? Darf dann der Beizer oder der Besitzer bestimmen? Und wenn der Besitzer die Stadt ist und das Rauchen verbietet und deswegen keinen Beizer findet, muss dann der Steuerzahler die fehlenden Einnahmen berappen weil im Lokal nicht geraucht werden darf? Wissen SIe eigentlich wieviele Restaurants gepachtet sind und nicht dem Beizer gehören?
Andreas Wyler - GLP 2. März 2010 Verstoss melden
Rechtlich gesehen sind Mieter und Pächter immer noch Besitzer, allerdings nicht Eigentümer, aber das Argument finde ich gut.
Hannes Zaugg-Graf - Grossrat Kanton Bern, SP 2. März 2010 Verstoss melden
Stimmt, habe ich falsch formuliert. Grunsätzlich müsste es im Interesse des Eigentümers liegen ob in seiner Liegenschaft geraucht werden darf oder nicht (nicht in jenem vom Besitzer / Beizer, Frau Panayides) und dann sieht es eben wegen den Besitztümern z.B. der Städte ganz anders aus...das Argument, dass der Beizer selber bestimmen soll ist unsinnig, wir alle wissen wie es dann ausschaut weil jeder Beizer sich zu 'exponieren' scheut und verständlicherweise die 'alten' Kunden zugunsten von eventuellen 'neuen' Kunden nicht vergraulen möchte resp. den Mut dazu nicht aufbringen kann. Lustigerweise hat ja aber das Wirtschaftswachstum im Gastgewerbe auch und vor allem in den rauchfreien Kantonen angezogen, es gibt mehr Restaurants als jemals zuvor...
Andreas Wyler - GLP 2. März 2010 Verstoss melden
Ich bin sicher, dass da rechtsbürgerliche Studienverdreher wieder eine abstruse Erklärung dafür finden, so wie sie es im Moment bei den kantonalen Zahlen in Bern machen.
Vielleicht noch eine Information nach Winterthur weshalb man aus Bern momentan nicht mehr viele Kommentare zu diesem Thema liest. Der Interesseverband Gastrobern, welcher bis vor Kurzem aus vollen Ofenrohren gegen das Rauchverbot des Kantons schoss, ist plötzlich für das kantonale Verbot, weil sie das eidgenössische nicht wollen. Da werden Meinungen schneller gewechselt als das Tischset bei einem Gästewechsel.
Hannes Zaugg-Graf - Grossrat Kanton Bern, SP 2. März 2010 Verstoss melden
Der Basler Raucherclubverein „Fümoar“: ab dem 1. Mai auch eine Option für alle anderen Kantone? http://bit.ly/98I6Pg
Politnetz Team - Administrator 15. April 2010 Verstoss melden
Ich wüsste nicht, was das bringen soll. Ist mir eigentlich piepegal, wenn mein Nachbar aus Solidarität mit den Rauchern auf das ihm zustehende Recht verzichtet. Und wenn nur ein einziger keinen solchen Wisch hat, dann darf trotzdem niemand rauchen. Ob ich meine Gesundheit gefährden lassen will, ist nun einmal nicht eine demokratische Entscheidung, so lange das Gesetz klar ist.
Und wie freiwillig da angeblich derart viele Angestellte eine Verzichtserklärung unterschrieben haben, sei dahin gestellt.
Hannes Zaugg-Graf - Grossrat Kanton Bern, SP 15. April 2010 Verstoss melden
Warum diskutiert ihr Euch hier die Finger wund, wie es wird kann man doch an den Nachbarländern sehen. In den Beizen sind statt 40 Raucher nur noch 3 Nichtraucher, Bedienstete kann sich der Wirt nicht mehr leisten, weil er keine Gäste mehr hat und die Fumoirs werden abgebaut, weil sie keiner mehr nutzt. Also steigt in das gleiche Boot ein schädigt die Wirtschaft ( im wahsten Sinne des Wortes) .. aber sagt nicht ich hätte euch nicht gewarnt.
Norbert Stastny 2. Mai 2010 Verstoss melden
Das stimmt so nicht. Laut Umfragen in verschiedenen Beizen sind die Gäste bereit, lieber draussen zu rauchen, als in einem Fumoir. Und nur wenige Kneipen, Restaurants, Cafés sind wirklich dadurch geschädigt und haben weniger Gäste.

Dieses Argument kann man zwar bringen, doch man sollte es relativieren mit der Anzahl der anderen Beizen, bei denen das nicht der Fall ist.
Ich schreibe als Nichtraucher, der das Rauchen stört.
Aus gesundheitlichen Gründen DARF ICH NICHT rauchen und somit auch nicht passivrauchen.
Und wer neben Nichtrauchern raucht, der ist ignorant und nicht höflich.

Ich finde das neue Gesetz vollkommen korrekt, man sollte nicht den Minderheiten mehr Rechte gewähren, die sich selber kaputtrauchen.

Tipp: Mehr Rauchen, schneller sterben! (so belasten Raucher wenigstens die AHV nicht ;)...)
Michael Tanner 7. Mai 2010 Verstoss melden
Ach: Die Meinung der SVP ist mal wieder typisch. Nicht weit überlegt und einfach dahergesagt ohne darüber nachzudenken, was die Konsequenzen wären.

Weiter so SVP, dann kann ich wenigstens immer wieder mal was lachen ;)

*böse ironie*
Michael Tanner 7. Mai 2010 Verstoss melden
Verbote bringen wenig und sind nur Symptombekämpfung. Es ist Tatsache das ein Restaurant privat ist und der Besitzer zum Beispiel Nichtrauchern den Zutritt verwehren dürfte. Jeder Nichtraucher ist freiwillig im Restaurant und kann gehen wenn er will.

@ H.Z.G. Merke dass Beispiele zu anderen Themen KEIN Argument sind für das diskutierte Thema.
Ivan A 23. Mai 2010 Verstoss melden
Es geht auch gar nicht darum, Süchtigen ihre Sucht zu verbieten und sie vor sich selbst zu schützen. Jeder darf sich so umbringen, wie er will. Das Gesetz ist dazu da, Arbeitnehmende vor dem Passivrauch zu schützen. Es ist nun einmal ein fundamentales Recht, dass ich meine Arbeit in einer Umgebung ausführen darf, welche die Gesundheit nicht gefährdet. Da nützt weder das Argument etwas, dass viele Arbeitnehmende im Gastrobereich selber Rauchende seien, noch der Einwand, dass es ja jedem freigestellt sei, wo er arbeite.

Um eine Argumentation ad absurdum zu führen, ist das Einbringen von Beispielen aus anderen Gebieten, bzw. der Gebrauch von Bildern durchaus erlaubt. Und zwar seit den berühmten Debatten der Griechen.
Hannes Zaugg-Graf - Grossrat Kanton Bern, SP 25. Mai 2010 Verstoss melden
Ja richtig. Schützen wir die Arbeitnehmer. Dann müssen wir konsequent sein und Verkehrspolizisten schützen indem wir den Verkehr verbieten. Das geht nicht, dann sind sie nämlich arbeitslos :-) . Also verbieten wir jeglichen Verkehr der Schadstoffe ausstösst zum Schutze der Arbeitnehmenden Verkehrspolizisten.

Arbeitet das Servicepersonal eigentlich nicht freiwillig? Sind sie gezwungen im Raucherlokal zu arbeiten und wir müssen sie schützen? Arbeitet im Fumoir niemand mehr?

Irgendwie ist die ganze Rauchverbot Argumentation kurzsichtig und geht nicht auf. Ein Verbot zum Schutze der Gesundheit tönt halt immer gut.
Ivan A 25. Mai 2010 Verstoss melden
Sobald die Schadstoffe entsprechende Ausmasse annehmen, werden tatsächlich Massnahmen ergriffen, allerdings nicht nur wegen der Verkehrspolizisten, sondern auch wegen Ihnen und mir.

Schauen Sie das Ganze doch einfach nicht als Verbot an. Wir haben in unserer Gemeinde bereits seit Jahren rauchfreie öffentliche Gebäude. Angeschrieben haben wir es mit folgendem Plakat: Vernünftige Menschen rauchen in diesem Gebäude nicht. Allen andern ist es verboten.

Es fühlte sich niemand von diesem Verbot angesprochen :-)
Hannes Zaugg-Graf - Grossrat Kanton Bern, SP 25. Mai 2010 Verstoss melden
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Quelle: http://www.netzeitung.de/wissenschaft/1470481.html
2 Kommentare
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Schade.. das es Menschen gibt die alles glauben was man ihnen erzählt, weil es den Politikern grad so passt. Man... fangt an selber zu denken, die haben doch nicht aufgehört zu rauchen, es hat sich nur der Ort an dem sie rauchen verlagert.
Gut..... und danach kommen die Übergewichtigen dran, denen verbieten wir das Essen.
Denkt ihr wirklich das die Politiker daran interessiert sind das wir steinalt werden, wie wollen sie das finanzieren????
Claudia Donadeo 23. September 2009 Verstoss melden
Man müsste natürlich mal nachrechnen was grösser ist, die Alterskosten von Nichtrauchern oder die Gesundheitskosten von Rauchern, da hast du absolut recht. Dann läuft es jedoch darauf hinaus, dass wir die Gesundheit und damit ein grosser Brocken der Lebensqualität monetär bewerten.
Jane Doe 23. September 2009 Verstoss melden
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Es ist richtig, dass die Herren Politiker selbst im Bundeshaus nicht mehr rauchen dürfen, das ärgert sie und deshalb wollen sie es dem kleinen Mann auch verbieten..somit unterstützen sie die Nichtraucher.
Aber wer ist denn dieser "Nichtraucher" ?? Etwa der, der mal geraucht hat und nur Angst hat wieder rückfällig zu werden?? Welche Sucht könnte man denn dem Nichtraucher verbieten?? FastFood?? Ok..also verbieten wir doch McDonalds Hamburger zu verkaufen, schrauben wir in den Bars noch alle Barhocker ab, wer ständig sitzt schadet seinem Kreuz, schmeissen wir alle Nutten aus dem Puff..der Schweizer gibt für bezahlten Sex mehr Geld aus als für die AHV..
Kiffer haben Kifferstübli, auch Alkoholiker werden vom Staat ganz gut betreut.
Raucher sollten also auch so eine Art Kifferstübli, wie in Bern und Zürich bekommen, oder??
Macht es wie in Amerika, Speiselokale ohne Rauch..Bars und Kneipen ohne Essen dürfen verraucht werden.
Oder hört auf mit dem Mist alles verbieten zu wollen, ihr schafft es sowieso nicht..
5 Kommentare
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Ich bin für das Rauchverbot, wenn die Nichtraucher die dafür sind, ihren Führerschein abgeben!
Claudia Donadeo 23. September 2009 Verstoss melden
Öh? Im Bundeshaus gab es zumindest vor einem halben Jahr noch ein Fumoir :)
Dominik Fitze - JUSO 17. Februar 2010 Verstoss melden
Was wird denn danach verboten? Ein Lokal zu betreten wenn man mehr als 120kg hat? Der Alkohol?
Philippe Heinrich Regenass 18. Februar 2010 Verstoss melden
Der Basler Raucherclubverein „Fümoar“: ab dem 1. Mai auch eine Option für alle anderen Kantone? http://bit.ly/98I6Pg
Politnetz Team - Administrator 15. April 2010 Verstoss melden
*Was wird denn danach verboten? Ein Lokal zu betreten wenn man mehr als 120kg hat? Der Alkohol? *

Das mag derzeit noch zartbitter witzig klingen.....
Halte ich aber nur für eine Frage der Zeit....

Mit dem Rauchverbot sind sie ja auch ganz Gut durchgekommen....
Die Hobby-kreuzritter
vom Orden des heiligen Wunderbäumchens der guten Luft....

Als nächstes wird man uns das Bier unter irgendwelchen hannebüchenen Vorwänden wegnehmen.... dann das Privatauto.... und zuletzt gibts auch kein Kotlett mehr sondern blos noch Gemüse... und so Tofu Zeugs....

Macht nur so weiter.... sagt zu allem JA und AMEN

Ich hoffe einfach das ich es nicht mehr erleben muss....
Schneider O - Parteilos 9. Mai 2010 Verstoss melden
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